studiobühne bayreuth studiobühne bayreuth studiobühne bayreuth


          Facebook0

Mein Kampf
Farce von George Tabori

WA-Premiere am 14. Januar 2012 um 20.00 Uhr | Studio

REGIE: Marcus Leclaire
BÜHNE: Michel Bövers
KOSTÜME:
Heike Betz
LICHT: Ronald Kropf

MASKE: Andrea Ferri

ES SPIELEN:
Anna Ponnath, Beate Sturm, Frank Ammon, Georg Mädl, Horst Möller, Wolfram Ster

In der Farce MEIN KAMPF – die er auch als einen „Theologischen Schwank“ bezeichnete – lässt George Tabori den fliegenden Buchhändler Schlomo Herzl auf einen jungen Mann aus Braunau am Inn treffen. Der Treffpunkt im kalten Wiener Winter des angehenden zwanzigsten Jahrhunderts ist Frau Merschmeyers Männerheim unter ihrer Metzgerei in der Blutgasse:

Hier leiht Herzl Hitler den Wintermantel, verpasst ihm die bekannte Barttracht, kümmert sich um den ungelenken Provinzler und ebnet ihm so den Weg in die Politik. Hier residiert der ehemalige Koscher-Koch Lobkowitz, der sich für Gott hält. Hier besucht Wiens älteste Jungfrau samstags ihren Schlomo - auch wegen der Gummibärchen. Hier schlachtet Himmlischst das Huhn Mizzi und hier verlangt Frau Tod nach Herrn Hitler... 
Tabori ist mit seinem subversiven Verwirrspiel das große Kunststück gelungen, den Täter und das Opfer miteinander zu versöhnen, indem sie gezeigt werden, bevor sie zu diesen wurden: Täter und Opfer als traumatische Einheit, die das Theater als Zeitmaschine möglich macht – und das in komödienhafter Form, gestützt auf die unterschiedlichsten Facetten jüdischen Witzes, die Komik eines Woody Allen und die talmudische Vorliebe für das Wortspiel.

MEIN KAMPF ist die unglaubliche Geschichte über die Verwandlung eines Jünglings in das Monstrum Hitler und die Geburt der nationalsozialistischen Idee aus dem Mief eines Wiener Männerasyls. MEIN KAMPF ist das Buch, das der Jude Herzl in Taboris Stück schreiben will, aber es existiert am Ende nur in einem einzigen Satz: "Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute."

Spieldauer 2 Stunden 10 Minuten. Eine Pause.

PRESSE 2012

Schwarzhumoriges Spiel mit Geschichte
Sehenswerte Wiederaufnahme von Taboris Farce „Mein Kampf“ in der Studiobühne

Man sollte schnell sein und sich Karten sichern, denn die Wiederaufnahme von George Taboris Farce
„Mein Kampf“ in der Inszenierung von Marcus Leclaire wird bis 16. Februar nur insgesamt neunmal
gespielt. Und die Premiere am Samstagabend war zu Recht bejubelt. ...............................

© Nordbayerischer Kurier, 16.01.2012, von Heike Schwandt, www.nordbayerischer-kurier.de
Download PDF






 

  © 2011 · studiobühne bayreuth · Emailemail senden