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Mein Kampf WA-Premiere am 14. Januar 2012 um 20.00 Uhr | Studio REGIE: Marcus Leclaire ES SPIELEN:
In der Farce MEIN KAMPF – die er auch als einen „Theologischen Schwank“ bezeichnete – lässt George Tabori den fliegenden Buchhändler Schlomo Herzl auf einen jungen Mann aus Braunau am Inn treffen. Der Treffpunkt im kalten Wiener Winter des angehenden zwanzigsten Jahrhunderts ist Frau Merschmeyers Männerheim unter ihrer Metzgerei in der Blutgasse: Hier leiht Herzl Hitler den Wintermantel, verpasst ihm die bekannte Barttracht, kümmert sich um den ungelenken Provinzler und ebnet ihm so den Weg in die Politik. Hier residiert der ehemalige Koscher-Koch Lobkowitz, der sich für Gott hält. Hier besucht Wiens älteste Jungfrau samstags ihren Schlomo - auch wegen der Gummibärchen. Hier schlachtet Himmlischst das Huhn Mizzi und hier verlangt Frau Tod nach Herrn Hitler...
MEIN KAMPF ist die unglaubliche Geschichte über die Verwandlung eines Jünglings in das Monstrum Hitler und die Geburt der nationalsozialistischen Idee aus dem Mief eines Wiener Männerasyls. MEIN KAMPF ist das Buch, das der Jude Herzl in Taboris Stück schreiben will, aber es existiert am Ende nur in einem einzigen Satz: "Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute." PRESSE 2012 Schwarzhumoriges Spiel mit Geschichte Man sollte schnell sein und sich Karten sichern, denn die Wiederaufnahme von George Taboris Farce © Nordbayerischer Kurier, 16.01.2012, von Heike Schwandt, www.nordbayerischer-kurier.de
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