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Im Herbst 1980 begann ein Ensemble,
bestehend aus professionellen Theaterleuten, angehenden Profis und ambitionierten
Amateuren, unter der Leitung des Regisseurs Werner Hildenbrand mit einem
regelmäßigen Theaterspielbetrieb in Bayreuth.
Während der vergangenen 25 Jahre hat sich das freie Theater zunehmend
in Bayreuth und der Region profiliert und ist aus der vielfältigen
Kulturlandschaft Bayreuths nicht mehr wegzudenken. Das Domizil in der
Röntgenstraße, ein ehemaliges Offizierscasino aus dem Jahre
1907, wurde von der Stadt mit einem Finanzaufwand von rund 1,5 Mio.
Euro renoviert und nach einjähriger Umbaupause im November 1998
als Theater wiedereröffnet.

Im Sommer spielt die Bühne an verschiedenen Orten, wie dem Schlosspark
Fantaisie oder den Freilichtbühnen "Römisches Theater
in der Eremitage" und "Felsentheater zu Sanspareil",
die schon seit vielen Jahren für die Sommerspiele der studiobühne
bayreuth genutzt werden. Eine weitere feste Einrichtung ist die Tradition
der Wagner-Adaptionen von Uwe Hoppe im Innenhof der Klavierfabrik Steingraeber
& Söhne, die jeden Sommer während der Festspielzeit stattfinden.
Das Ensemble besteht aus ca. 100 aktiven Ensemblemitgliedern: Im Jahr
werden durchschnittlich 14 Eigenproduktionen (davon meistens zwei Uraufführungen)
in rund 240 Aufführungen gespielt. Das Programm umfasst ein breites
Spektrum, von der klassischen Tragödie bis zum zeitgenössischen
Schauspiel, von der Komödie über modernes fränkisches
Mundarttheater, Musicals, Kinderstücke, bis zu musikalischen Lesungen
und Wohnzimmertheater. In der studiobühne können drei verschiedene
Bühnenräume sowie ein Amphitheater bespielt werden. Neben
den Räumen für Werkstätten, Verwaltung, Fundus und Requisite
findet das Publikum ein Foyer sowie ein eigenes Theaterrestaurant vor.

Das "Modell studiobühne" als symbiotische Kombination
von professionellen Theatermachern und ehrenamtlichen Amateuren erwies
sich in den letzten 25 Jahren als kreativ und erfolgreich. Davon zeugen
nicht nur die langjährige Treue der unterstützenden Förderer
und der konstante Publikumszuspruch, sondern auch folgende Auszeichnungen:
- Kulturpreis der Stadt Bayreuth (1991)
- Friedrich-Baur-Preis für Darstellende Kunst der Bayerischen Akademie
der Künste (1992)
- Medaille pro meritis des Bayerischen Kultusministeriums für den
Leiter der studiobühne
Werner Hildenbrand (1993)
- Das Bundesverdienstkreuz am Bande für Werner Hildenbrand für
herausragende Verdienste im
kulturellen Bereich (1998)
Förderung durch die Stadt
Bayreuth, den Freistaat Bayern, den Landkreis Bayreuth, den Bezirk Oberfranken
sowie den Freundeskreis der studiobühne bayreuth e.V.
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