Lesung zum 125. Geburtstag

Ödön von Horváth (1901 - 1938) konnte sich trotz kurzen Lebens als brillanter Beobachter seiner Zeit beweisen. In Kurzprosa, in zum Teil berühmt gewordenen Romanen und in bekannten Theaterstücken spürte der im damaligen Ungarn geborene Edmund „Ödon“ von Horváth die Abgründe, Freuden und Nöte seiner Mitmenschen auf.

Unsere Würdigung eines der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellers der Zwischenkriegszeit des vergangenen Jahrhunderts möchte v.a. dessen einzigartigen doppelbödigen Sprachstil feiern.

Zum Vortrag kommen Auszüge aus den 1924 bis 1926 verfassten „Sportmärchen“, dazu kommen jeweils ein kurzes Kapitel aus dem Roman „Sechsunddreißig Stunden“ (1929) plus eine Szene aus dem selten aufgeführten Volksstück „Zur schönen Aussicht“. Jene Komödie ist eines der ersten Theaterstücke des jungen Ödön von Horváth; beeinflusst durch eigene skurrile Erlebnisse in einem bayerischen Gasthof hat er es bereits 1926 skizziert. Hier „tanzen“ die Hauptfiguren vor dem finanziellen Abgrund, sprichwörtlich „auf dünnem Eis“; ihre Zukunft ist bitter, zumindest alles andere als rosig, aber: nur nicht die Haltung verlieren, der Kopf bleibt stets oben!

Es lesen: Mona-Isabelle Aurand, Rebecca Brinkmann, Klaus Meile, Lukas Sauer, Jürgen Skambraks

Leitung: Klaus Meile

Eintritt frei!