„Es gibt immer einen Punkt dabei, wo man nicht mehr weiß, ob man lügt oder ob das, was man erfunden hat, wahrer ist als man selber.“

Als der erste Roman von Robert Musil (1880 – 1942) „Die Verwirrungen des Zöglings Törless“ im Jahr 1906 erschien, galt er sofort als Meisterwerk der literarischen Moderne. Er öffnete dem Expressionismus die Tore und verarbeitete zugleich erstmalig die Erkenntnisse und Theorien Sigmund Freuds. Dieser Text war jahrelang Pflichtlektüre an Gymnasien.

In einem Internat wird ein Schüler bei einem Diebstahl ertappt. Statt ihn anzuzeigen und ihn der Anstalt zu verweisen, entschließen sich einige Mitschüler, ihn als Sklaven zu demütigen.

Neben der Entwicklung der Titelfigur von einem Pubertierenden zu einem jungen Erwachsenen, wird das Entstehen faschistoider Strukturen aufgezeigt. Es geht um das, was wir heute als Mobbing verstehen, um Unterdrückung und um physische und psychische Gewalt unter Jugendlichen. Es geht um sexuellen Missbrauch und Zerstörung von Persönlichkeit. Die Erzählung handelt in einer Zeit, die noch frei war von sozialen Medien.
Die Produktion ist mobil und für Gastspiele an Schulen geeignet.

Regie/Bühne/Kostüme: Uwe Hoppe
Abendtechnik: Hans Steidl

Es spielen: Johannes Haendle, Julius Haendle, Emil Stannow, Moritz Weinmann



Das Foto wurde uns freundlicherweise vom Robert Musil Literaturmuseum Klagenfurt zur Verfügung gestellt.
Wissenswertes zum Autor: https://www.musilmuseum.at/