„Selbst wenn sie es ganz leise sagen, flüstern, hauchen: „der Ring“, die ganze Nation weiß Bescheid, zumindest tun alle so.“
Nur wenige hundert Meter vom Festspielhaus entfernt – in einer zum Abriss bestimmten Halle der ehemaligen Porzellanfabrik, die passenderweise den Namen „Walküre“ trägt – begibt sich unser Team in dieser Projektarbeit auf die Suche nach einem eigenen „Ring“. Zwischen eingelagerten Kulissen, verrosteten Förderschienen, aufgeborstenen Wänden. Inmitten dieser Ruinenlandschaft könnte er zu finden sein: ein Ring der Gemeinschaft.Ein Ring für alle.
Necati Öziri entwirft einen alternativen Ring – fragmentarisch, als bewusster Gegenentwurf zu Wagners monumentalem Epos. Er will herausarbeiten, was an diesem Werk eigentlich nicht stimmt: Wo die antisemitischen und sexistischen Tendenzen klar hervortreten. Den Figuren, die keine Stimme haben oder nur in verzerrten Formen erscheinen, schenkt er eine neue: zeitgenössisch, kritisch, hoffnungsvoll – und auch humorvoll. Eine Stimme, die sich nicht nur an Wagner und sein „Gesamtkunstwerk“ richtet, sondern genauso an unseren Zeitgeist und aktuelle gesellschaftliche Konflikte.
So entsteht vielleicht ein Ring der Hoffnung.
„…sind wir in den Zwanzigern die vor den Dreißigern kommen?
und Tauwerk
und Flickstück
und Bühnen-Essays statt Bühnen-Mythos
und Ruinen statt totaler Kunst…“
Ein Theaterprojekt der Studiobühne Bayreuth in Kooperation mit The Arts Dance Company.
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Projektleitung/Regie: Stefan Schneller
Co-Regie/Dramaturgie: Alex Leschinsky
Kostüm: Phil Seitz
Choreographie: Peter Scheufler
Musik: David Barbulescu
Regieassistenz: Johanna Frisch
Es spielen: Viona Axmann, Sophia Feulner, Eva-Ivana Gottwald, Julius Haendle, Heike Hartmann, Olli Hepp, Giorgi Nakashidze, Nihan Özcan, Clara Renner, Pierre Soldatenko, Claudia Stühle, Lukas Stühle, Lele Suendorf und weitere.
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