„Ein Stück, das kein Theater spielen und kein Publikum sehen will“


Beckmann hat Stalingrad und harte Jahre in Kriegsgefangenschaft überlebt. Er kommt in seine Heimatstadt zurück um an sein Leben vor dem Krieg anzuknüpfen – aber das gibt es nicht mehr. Niemand hat auf ihn gewartet, niemand will ihn. Nicht einmal die dreckige Elbe kann sein kleines Leben gebrauchen und spült ihn zurück an Land. Am Ufer findet ihn ein Mädchen. Hoffnung keimt auf, Frieden zu finden. Doch seine Kriegsvergangenheit holt ihn ein: er wird weiter getrieben, sucht Antworten und Erlösung bei seinem ehemaligen Oberst, versucht sein Erlebtes an ein Theater zu verkaufen – doch will man dort wirklich wahres Leben haben? Vielleicht seine Eltern, ja, seine Eltern könnten ihn aufnehmen, ihn erlösen. Oder Gott? Bekommt Beckmann Antworten auf die Fragen die ihn treiben, gibt es eine Rettung, eine Heimat? Findet er Frieden?

Borchert, der als Achtzehnjäriger in den Krieg zog und mit vierundzwanzig zerstört, verwundet und krank zurück kam, schrieb in den zwei Jahren die ihm bis zu seinem Tod blieben um sein Leben. Getrieben und gequält von Fieberkrämpfen rang er sich 1946 in nur acht Tagen sein einziges Theaterstück ab. Er wollte den Toten des Krieges, seiner Generation eine Stimme geben.

Ruhe fand er einen Tag vor der Uraufführung, die am 20. November 1947 an den Hamburger Kammerspielen stattfand.

Regie: Anja Dechant-Sundby
Bühne und Kostüme: Ruth Pulgram
Licht und Ton: Ronald Kropf
Musik: Michaela Proebstl-Kraß
Maske: Andrea Ferri
Abendtechnik: Rainer Benedict

Es spielen:
Frank Ambrosius, Tim Haensell, Michaela Proebstl-Kraß, Ekaterina Muravyeva, Sascha Retzlaff, Markus Schmitt

HINWEIS FÜR MENSCHEN MIT BEHINDERUNG:
Dieser Spielort ist leider nicht barrierefrei zugänglich. Rollstuhlfahrer können sich bei uns telefonisch informieren, ob und wie wir ihnen einen Besuch der Vorstellung ermöglichen können: 0921/764360